Plakatsammlung „Klaus Herrmann“

Zauberkünstler und Plakatsammler

Klaus Herrmann (* 19. Juli 1927 in Gießen/Lahn; † 19. Oktober 2018) war von Beruf Innenarchitekt, zudem war er als Zauberkünstler aktiv und als bedeutender Sammler bekannt.

Klaus Herrmann wuchs in Neustadt/Hessen auf. Er trat von früher Jugend an unter dem Namen MYTOX häufig als Zauberkünstler auf. Seit 1958 war er Mitglied des MZvD.

Später gehörte sein eigentliches Interesse der Zauberhistorie und hier besonders den Zauberplakaten.

Seine Sammlung umfasste rund 800 Plakate, die ältesten stammen aus dem 19. Jahrhundert  Seine Plakate hat Klaus Herrmann bei verschiedenen Anlässen in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert; auch hielt er Dia-Vorträge über die Geschichte der Zauberkunst

Silkwonder 1949

Klaus Herrmann

Mit Solmu Mäkalä

dem finnischen Plakatsammler

In Herrmanns Haus

bei seinen Plakaten

Die „Sammlung Klaus Herrmann“ in der Stiftung Zauberkunst

Nach dem Tod von Klaus Herrmann im Herbst 2018 entschieden sich sein Sohn und dessen Ehefrau dafür, die Plakate nicht in eine Auktion nach Amerika zu geben, sondern den Erhalt der Sammlung dadurch zu sichern, dass sie diese an die Stiftung Zauberkunst verkauften. Dabei nahmen sie in Kauf, dass sie wesentlich weniger Geld dafür bekamen, als dies bei einer Auktion höchstwahrscheinlich der Fall gewesen wäre. Die Stiftung wiederum verpflichtete sich, die Sammlung als Ganzes zu erhalten und die enthaltenen Plakate nicht weiter zu veräußern.

Von Pohlheim nach Appelhülsen

Übergabe der Plakate an die Stiftung

Abschied

von den Plakaten

Ankunft der Plakate

Erste Sichtung der Plakate

Michael Sondermeyer

Der Ankauf der Sammlung war nur möglich durch eine großzügige Spende, denn trotz der großzügigen Haltung der Erben war das Ganze natürlich nicht billig. Für die Stiftung, die gerade gegründet worden war, war es möglich durch diesen Ankauf zwei wichtige Dinge zu tun: Zum einen gewann durch die Plakatsammlung von Klaus Herrmann das Thema Plakate in der Stiftung schlagartig an Bedeutung; zum anderen konnte die Stiftung damit zeigen, dass ihr der Erhalt solcher Sammlungen wichtig ist und sie auf diesem Wege kulturhistorische Güter bewahren und schützen möchte.

Man muss dazu wissen, dass die Sammlung der Stiftung in allen Bereichen nicht in Einzelstücken zusammengetragen wurde. Wir „stehen da auf den Schultern unserer Vorfahren“, die schon einiges geleistet haben und deren Sammlungen ganz oder teilweise in unsere aufgenommen wurden. Bei der Literatur waren z.B. die Bücher von Peter von Wiese, Manfred Bacia, Astor u.a. wichtige qualitative und quantitative Erweiterungen unserer Sammlung – bei den Plakaten nimmt die Sammlung von Klaus Herrmann eine herausragende Position ein.

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